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Fuck, der Alltag mit Baby ist so krass anstrengend: Baby’s Bedürfnisse erfüllen, Wohnung putzen, Einkaufen, Kochen, Krabbelgruppe und nebenbei noch ein Sozialleben haben aiaiaiaiai. Alter, das muss doch machbar sein!

>>>  ABER WIE BLOSS ? <<<

Ein Kind zu haben ist ein 24-Stunden-Job, Wochenende inklusive!!! Bei all den stressigen Bürojobs, die ich zuvor gemacht habe, hatte ich immerhin ein ganzes Wochenende zum verschnaufen. Und 30 Tage Urlaub im Jahr und die Möglichkeit mich krank zu melden, wenn es mir nicht gut ging. Und hinzu kommt, meine Eltern und Schwiegereltern wohnen weit weg, mein Mann arbeitet viel und ist in der Woche oft auf Projekt in einer anderen Stadt. Ich war also von Anfang an ziemlich auf mich allein gestellt.

Nach vielen Wochen mit Baby unter einem Dach ertrank meine Wohnung dann im Chaos und im Dreck! Wie zur Hölle machen das andere Muttis? Es muss doch ein paar Tricks geben Baby, Haushalt, Sozialleben unter einen Hut zu kriegen!

>>> MEINE ERKENNTNIS: SICH DEN ALLTAG SO EINFACH WIE MÖGLICH MACHEN! <<<

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>>>  BABY TRAGEN  <<<

Wenn mein Baby meine Nähe braucht, schlafen will oder einfach dabei sein will bei dem was Mama da tut:  Zack, Baby/Krabbelkind in die Babytrage/Tragetuch setzen und los gehts: Staub saugen, Abwaschen, Wäsche aufhängen, Putzen, Einkaufen, Müll runterbringen ODER jetzt gerade in diesem Moment während ich hier schreibe schläft sie auf meinem Rücken friedlich ihren Vormittagsschlaf. Meine Tochter liebte es von Anfang getragen zu werden. Kein Wunder, das Schunkeln ist wie bei Mami im Bauch!

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>>>   LISTEN TO SOME MUSIC   <<< 

Richtig gehört! Wenn meine Tochter schlafen soll während des Tragens und ich nicht möchte, dass sie bei all der Hausarbeit nicht von plötzlichen Geräuschen hochschreckt – dann mache ich von Anfang an Musik an. Ein wenig Tanzen und Schunkeln befördert sie dann umgehend in den Schlaf. Das ist meine ganz persönliche Lieblings-Taktik, denn ich liebe Musik und ich liebe es zu tanzen. Anschließend kann ich alles mögliche tun. Jetzt gerade beim Schreiben sitze ich auf einem Gymnastikball (HIER ZU KAUFEN) und hüpfe ganz sacht auf und ab während Musik im Hintergrund läuft.

>>>  WENN ICH MÜDE BIN  <<<

Wenn die Nacht unruhig war und ich selbst todmüde bin, versuche ich mindestens einen Schlafzyklus meines Babys mitzuschlummern!  Egal, wie viel eigentlich zu tun wäre. Wenn ich ausgeschlafen bin, erledige ich eh alles 3-mal so schnell!

>>>   TRAGEN IST MEIN SPORTERSATZ   <<<  

Oft hört man ja „Wie lange willst du sie noch tragen, die Kleine wird doch langsam schwer!“ Ja klar wird sie schwerer. Aber solange es bei mir noch geht ist das Tragen nicht nur nützlich um den Haushalt zu schmeißen, sondern es ist auch mein Sportersatz! In einigen Ländern dieser Welt werden Kinder übrigens getragen bis sie 2 oder 3 Jahre alt sind – und das seit Jahrtausenden!

>>>   KEINE UMSTÄNDE IN DER NACHT   <<<

Nachts mache ich es mir erst Recht einfach. Neben unserem großen Bett steht das Babybett. Wenn ich meine Tochter abends zum schlafen bringe, dann lege ich sie nach dem Einschlafen in ihr Bettchen (weil sie krabbelt wäre das große Bett zu gefährlich!). Wenn sie dann später wieder aufwacht und Nähe braucht, Hunger hat oder Nuckeln will (also äh – jede Nacht), nehme ich sie heraus und platziere sie neben mir in meinem Bett und stille sie liegend zurück in den Schlaf. Auch ich schlafe superschnell wieder ein dabei. Am Anfang versuchte ich immer sie zurück in ihr Bettchen zu legen. Aber dadurch hatte ich sehr viele anstrengende, durchwachte Nächte. So ließ ich sie einfach neben mir liegen und stillte nach Bedarf. DENN: Wenn Baby oder Mama in der Nacht nur wenige Sekunden wach werden, ist es einfacher zurück in den Schlaf zu finden. Je kürzer die Wachphasen sind, desto erholsamer ist der gesamte Schlaf. Es zählt nämlich nicht wie häufig, sondern wie viel Zeit man insgesamt wach war.

>>>  NEVER TOUCH A RUNNING SYSTEM  <<<

Wenn ich die gut gemeinten Tipps einiger Mitmenschen und vieler Ratgeber befolgen wollte, so hätte ich schon nach wenigen Monaten damit anfangen müssen, mein Kind zu mehr Selbstständigkeit zu erziehen. Was bedeutet: nicht mehr zu tragen, nicht mehr zu stillen, Baby im eigenen Bett und im Kinderwagen zum schlafen zu legen und und und. Leider vergessen all die Menschen dabei, dass diese Anforderungen an ein Baby oder Kleinkind nicht natürlich sind, sondern die Idee unserer industrialisierten Welt ist: Die meisten Babys und Kleinkinder (meines natürlich auch) wollen und können noch nicht so selbstständig sein, wie diese Welt es gerne hätte! Die ständige Nähe der Bezugsperson (oder mehrerer) beim Schlafen und auch zwischendurch, ist ein Grundbedürfnis!

>>>  WOZU SOLLTE ICH EINE ÄNDERUNG ERZWINGEN ?   <<<

Seit tausenden von Jahren wenden Muttis überall auf der Welt exakt die gleichen Methoden an wie ich (lange tragen, stillen, neben der Mutter schlafen), und das über das erste Lebensjahr weit hinaus. Ich bin davon überzeugt, dass ein Kind viel mehr Selbstvertrauen und Selbstständigkeit erlangen wird, wenn man ihm so viel Nähe gibt wie es verlangt. Wenn man nicht versucht ihm ein bestimmtes Verhalten aufzuzwingen, zudem es offensichtlich noch nicht bereit ist. Warum sollte ich es mir nun unnötig schwer machen, solange meine Taktiken funktionieren?

Eben!

Alles Liebe deine Heike

Einen Überblick über verschiedene Babytragen findest du hier: Check ma – Babytragen

Oder auch:

Total empfehlenswerter Artikel zum Thema Schlaf:  Blog Nestling